Optimierung
Die Performance des Handelssystems ist maßgeblich von einer geeigneten Einstellung der im Handelssystem gesetzten Optimierungsvariablen abhängig. Optimierungen sollten immer nur an solchen historischen Kursdaten durchgeführt werden die:
die aktuelle Marktverfassung ausreichend gut repräsentieren
in ausreichender Länge zur Verfügung stehen
Optimiert werden immer so viele Optimierungsvariablen wie nötig und so wenige Optimierungsvariablen wie möglich.
Aus diesem Grund kann es sinnvoll sein, für Optimierungen der Handelssysteme den Investox-Robustheitstest zu verwenden.
Beim Robustheitstest ist es möglich, nur einzelne Optimierungsvariablen zu optimieren. Bei einer Optimierung mit Hilfe von genetischen Algorithmen werden alle für das Handelssystem relevanten Optimierungsvariablen optimiert.
Wenn Sie mit dem Systemverhalten des Handelssystems und der Vorgehensweise bei der Optimierung des Handelssystems ausreichend vertraut sind, ist es im laufenden Handel des Systems nicht zwingend erforderlich, nach dem Ende eines Optimierungszeitraumes einen Kontrollzeitraum anzuschließen. Ungeachtet dieser Tatsache ist aber Kontrollzeitraum in Anschluss an den Optimierungszeitraum aber möglich.
Auch ein zusätzlicher Kontrollzeitraum im Anschluss an einen Optimierungszeitraum gibt keine abschließende Sicherheit dafür, dass das Handelssystem nach Ende des Kontrollzeitraumes so performed, wie im Kontrollzeitraum. Relevant für die Performance im Kontrollzeitraum (resp. Im Realhandel der Systeme) ist immer, wie sehr die im Kontrollzeitraum (resp. Realhandel) gestellten Wertpapierkurse die Wertpapierkurse aus dem Optimierungszeitraum noch repräsentieren.
Es ist deshalb gut möglich, dass in einem angenommen Kontrollzeitraum nach dem Optimierungszeitraum ein zuvor optimiertes Handelssystem ausgezeichnete Ergebnisse liefert, weil die Kursdaten des Kontrollzeitraum noch repräsentiv sind. Ändert sich nach dem Ende des Kontrollzeitraumes das Kräfteverhältnis im Markt (z.B. durch Trendwechsel) müssen die nach Ende des Kontrollzeitraumes gestellten Wertpapierkurse nicht zwangsläufig genauso repräsentativ sein, wie die Kurse im Kontrollzeitraum.
Aufgrund dieser Zusammenhänge ist es anzuraten, die übergeordneten Trends in der zu handelnden Komprimierung mit Hilfe geeigneter Analysemethoden (z.B. Trendlinien, Trendkanäle, Projektions-Trendkanaäle usw. usf.) zunächst zu bestimmen. Optimiert werden sollten die Handelssysteme dann immer an historischen Kursdaten aus einer vergleichbaren Marktphasen.
Besteht der aktuelle Trend bereits ausreichend lange (d.h. stehen ausreichend Backtesting Daten für eine Optimierung am aktuellen Trend zur Verfügung) kann am aktuellen Trend optimiert werden. Ist das (z.B. kurz nach einem Trendwechsel) nicht der Fall, wird an einem vergleichbaren historischen Trend optimiert, bis ausreichend Optimierungsdaten für den aktuellen Trend zur Verfügung stehen.
Beispiel:
In den letzten beiden Handelswochen hat sich in den aneinander gereihten 60-Minuten Charts des FDAX ein neuer Aufwärtstrend etabliert. Trendstärke und Trendrichtung dieses neuen Trends haben Sie mit Hilfe geeigneter Analysemethoden aus der technischen Wertpapieranalyse festgestellt.
2 Handelswochen Optimierungszeitraum sind zu kurz, um am aktuellen Trend zu optimieren, wenn gleichzeitig das Risiko einer Überoptimierung in einem vertretbaren Rahmen gehalten werden soll.
Sie wählen deshalb aus den Ihnen zur Verfügung stehenden historischen Kursdaten des FDAX eine frühere längere Trendphase aus, die die aktuelle Marktsituation gut repräsentiert. Sie optimieren Ihr Handelssystem an dieser Trendphase und testen dann die Systemperformance an den Kursdaten der letzten 2 Handelswochen. Entspricht die Performance Ihren Vorstellungen, handeln Sie das System. Entspricht die Performance nicht Ihren Vorstellungen, optimieren Sie so lange neu, bis sie mit der Performance am aktuellen Trend zufrieden sind.
Für den Realhandel des Handelssystems nutzen Sie zusätzliche Sicherheitskriterien in Übereinstimmung mit Ihrem globalen Money- und Risikomanagement (z.B. Projektionstrendkanäle auf die Kapitalkurve, maximaler Drawdown pro Trade oder pro Handelssystem usw.). So lange Ihre globalen Money- und Risikomanagement-Regeln eingehalten werden, handeln Sie das System. Ist das nicht mehr der Fall, setzen Sie den Systemhandel aus und passen die Systemparameter an (neue Optimierung) bevor Sie den Systemhandel wieder aufnehmen.
Für die sichere Feststellung eines Trendwechsels können Sie z.B. auf 3 Zeitebenen (einer kleineren als der Basiskomp des HS zur Frühwarnung, der Basiskomp selbst und einer höheren als der Basiskomp zur Bestätigung ) arbeiten. Stellen Sie auf allen 3 Zeitebenen den Trendwechsel fest, setzen Sie den Systemhandel aus. Der Handel wird so lange ausgesetzt, bis Ihnen ausreichend Informationen über den aktuellen Trend (Trendrichtung, Trendintensität usw.) vorliegen um geeignete Backtesting-Daten für die neue Optimierung des Handelssystems festzulegen. Danach optimieren Sie das System neu an diesen Kursdaten, testen die Performance am aktuellen Trend und nehmen den Handel wieder auf, wenn Sie damit zufrieden sind.
Stehen Ihnen später aus dem aktuellen Trend ausreichend historische Kursdaten für eine Optimierung zur Verfügung, optimieren Sie das Handelssystem nochmals neu an diesen Kursdaten. In diesem Fall kann ein zusätzlicher Kontrollzeitraum nach dem Optimierungszeitraum entfallen.
Umfangreiche zusätzliche Informationen zur Vorgehensweise bei der Optimierung von Handelssystemen finden Sie in unserer separaten Dokumentation "Optimierung von Handelssystemen", die sie zusammen mit Ihrem Handelssystem erhalten haben.
Optimierungsvariablen in den Systemregeln
Nachfolgend werden die per Auslieferung im Handelssystem gesetzten Optimierungsvariablen mit ihren Standard-Einstellungen beschrieben.
In den Systemregeln sind folgende 6 Optimierungsvariablen gesetzt:
Aroon_Per Long - optimiert die Aroon-Perioden in der Enter Long Regel
Aroon_Per_Short- optimiert die Aroon-Perioden in der Enter Short Regel
Mom_Per - optimiert die Momentum-Perioden in der Enter Long und in der Enter Short Regel
Mom_Cross_Per - optimiert die Crossing-Perioden für das Momentum in der Enter Short Regel
Stochmom_Level - optimiert die Signalschwelle für den Stochastic-Momentum Indikator nach Blau in der Enter Short Regel
ROC-Perioden - optimiert die ROC-Perioden in der Enter Long und in der Enter Short Regel
Die Standard-Einstellungen der Optimierungsvariablen in den Systemregeln für das Handelssystem "Global" per Systemauslieferung sind:
1. Aroon_Per Long:
2. Aroon_Per_Short:
3. Mom_Per
4. Mom_Cross_Per
5. Stochmom_Level
6.ROC-Perioden
Optimierungsvariablen in den Stops
In den Systemstops sind folgende 8 Optimierungsvariablen gesetzt:
IVL - Intraday-Verluststop Long
IVS- Intraday-Verluststop Short
ITL - Intraday-Trailingstop Long
ITS - Intraday-Trailingtop Short
IGL - Intraday-Gewinnstop Long
IGS- Intraday-Gewinnstop Short
SVL - Sofortverluststop Long
SVS- Sofortverluststop Short
1. IVL - Intraday Verluststop Long
2. IVS - Intraday Verluststop Short
3. ITL- Intraday-Trailingstop Long
4. ITS - Intraday Trailingstop Short
5. IGL - Intraday Gewinnstop Long
6. IGS - Intraday Gewinnstop Short
7. SVL - Sofortverluststop Long
8. SVS - ´Sofortverluststop Short