1.Allgemeine Informationen zum Handelssystem

 

Das Handelssystem ist ein trendfolgendes, vollautomatisches Renko-Intraday-Handelssystem in 1-Minuten-Komprimierung und ohne Overnight Risk.

Es wurde an Tickdaten des Eurostoxx50-Future für den Zeitraum von Juli 2002 - Oktober 2010 gebacktestet.

 

Das System verfügt über eine Universallogik- d.h. es kann für das Trading aller Wertpapiere eingesetzt werden, auf die die technische Wertpapieranalyse anwendbar ist.

 

 


 

Abb. 1) Signalgebung und Ergebnisse des Renko-Handelssystems angepasst auf den EURUSD für Juni 2010 - Oktober 2010

 

 

Die Komprimierung des Handelssystems kann beliebig erhöht werden.

Dadurch kann das Handelssystem mit vertretbarem Zeitaufwand auch an sehr langen Historien optimiert werden.

Das Handelssystem kann auf Wunsch auch mit Overnight-Risk getradet werden.

Die Kontraktzahlen können ebenfalls beliebig erhöht werden.

 

Folgende 8 Anwenderindikatoren werden mit dem Handelssystem geliefert:

 

 

Indikatorname einstellbare Parameter Syntax Beschreibung
New_Brick_Long

Renkowert = Bricksize in %

Reversal = Reversal

New_Brick_Long(Renkowert, Reversal) zeigt durch den Wert "1" einen neuen Aufwärtsbrick im prozentualen Renko-Chart mit der eingestellten Bricksize und dem eingestellten Reversal an
New_Brick_Short

Renkowert = Bricksize in %

Reversal = Reversal

New_Brick_Short(Renkowert, Reversal) zeigt durch den Wert "-1" einen neuen Abwärtsbrick im prozentualen Renko-Chart mit der eingestellten Bricksize und dem eingestellten Reversal an
P1_Renko_Up

Renkowert = Bricksize in %

Reversal = Reversal

P1_Renko_Up(Renkowert, Reversal) zeigt durch den Wert "1" ein neues Umkehrpattern (siehe Abb. 2) im prozentualen Renko-Chart mit der eingestellten Bricksize und dem eingestellten Reversal an
P2_Renko_Up

Renkowert = Bricksize in %

Reversal = Reversal

P2_Renko_Up(Renkowert, Reversal) zeigt durch den Wert "1" ein neues Umkehrpattern (siehe Abb. 3) im prozentualen Renko-Chart mit der eingestellten Bricksize und dem eingestellten Reversal an
P1_Renko_Down

Renkowert = Bricksize in %

Reversal = Reversal

P1_Renko_Down(Renkowert, Reversal) zeigt durch den Wert "-1" ein neues Umkehrpattern (siehe Abb. 4) im prozentualen Renko-Chart mit der eingestellten Bricksize und dem eingestellten Reversal an
P2_Renko_Down

Renkowert = Bricksize in %

Reversal = Reversal

P2_Renko_Down(Renkowert, Reversal) zeigt durch den Wert "-1" ein neues Umkehrpattern (siehe Abb. 5) im prozentualen Renko-Chart mit der eingestellten Bricksize und dem eingestellten Reversal an
Renko_ITL

Abstand= Abstand vomTief des letzten Bricks im Renko-Chart

Bricksize = Bricksize in %

Reversal = Reversal

Renko_ITL(Abstand,Bricksize,Reversal)  Zeigt den Wert des Trailingstops (Long) auf Basis von Renko-Bricks an
Renko_ITS

Abstand= Abstand vom Hoch des letzten Bricks im Renko-Chart

Bricksize = Bricksize in %

Reversal = Reversal

Renko_ITS(Abstand,Bricksize,Reversal) Zeigt den Wert des Trailingstops (Short) auf Basis von Renko-Bricks an
       

 

Die Anwenderindikatoren wurden mit Investox-Bordmitteln programmiert und benötigen keine extra DLL.

 

 

 

Abb. 2) Renko- Umkehrmuster P1_Renko_Up - weißer Umkehrbrick folgt 2 schwarzen Bricks

 

Abb. 3) Renko- Umkehrmuster P2_Renko_Up - weißer Brick - schwarzer Brick - weißer Umkehrbrick

Abb. 4) Renko- Umkehrmuster P1_Renko_Down - schwarzer Umkehrbrick folgt 2 weißen Bricks

Abb. 5) Renko- Umkehrmuster P2_Renko_Down - schwarzer Brick - weißer Brick - schwarzer Umkehrbrick

 

 

Long- Einstiege erfolgen an Umkehrpunkten im Renko-Chart wenn:

 

- in der übergeordneten Renko-Komprimierung als grundlegende Trendrichtung "Long" angezeigt wird (siehe Abb. 6)

- in der untergeordneten Renko-Komprimierung eines der Renko-Umkehrmuster P1_Renko_Up oder P2_Renko_Up auftritt (siehe Abb. 7)

 

Abb. 6) Die globale Variable "Regel" fragt die übergeordnete Renko-Trendrichtung ab. Die übergeordnete prozentuale Renko-Bricksize wird durch den Wert der globalen Variablen RW0 fixiert, das Reversal ist immer "1". Entsteht im übergeordneten Renko-Chart ein neuer Aufwärtsbrick, nimmt die Variable "Regel" (1+2.Teilchart) den Wert "1" an. Sie wechselt erst dann wieder auf den Wert "-1" , wenn im übergeordneten Renko-Chart ein neuer Abwärtsbrick entsteht. Für Long-Einstiege muss gelten : Regel =1.

 

 

Abb. 7) Die globale Variable "Regel" steht auf "1" und gleichzeitig tritt in der untergeordneten Renko-Trendrichtung eines der Pattern P1_Renko_Up oder P2_Renko_Up auf. Das führt zu einem Long-Einstieg. Die untergeordnete prozentuale Renko-Bricksize wird durch den Wert der globalen Variablen Renkowertl (=Bricksize) und Reversall (=Reversal) fixiert.

 

 

Short- Einstiege erfolgen an Umkehrpunkten im Renko-Chart wenn:

 

- in der übergeordneten Renko-Komprimierung als grundlegende Trendrichtung "Short" angezeigt wird (siehe Abb. 8)

- in der untergeordneten Renko-Komprimierung eines der Renko-Umkehrmuster P1_Renko_Down oder P2_Renko_Down auftritt (siehe Abb. 9)

 

 

Abb. 8) Die globale Variable "Regel" fragt wieder die übergeordnete Renko-Trendrichtung ab. Die übergeordnete prozentuale Renko-Bricksize wird für Short-Trades durch den Wert der globalen Variablen RW1 fixiert, das Reversal ist immer "1". Entsteht im übergeordneten Renko-Chart ein neuer Abwärtsbrick, nimmt die Variable "Regel" (1+2.Teilchart) den Wert "-1" an. Sie wechselt erst dann wieder auf den Wert "1" , wenn im übergeordneten Renko-Chart ein neuer Aufwärtsbrick entsteht. Für Short-Einstiege muss gelten : Regel =-1.

 

 

 

Abb. 9) Die globale Variable "Regel" steht auf "-1" und gleichzeitig tritt in der untergeordneten Renko-Trendrichtung eines der Pattern P1_Renko_Down oder P2_Renko_Down auf. Das führt zu einem Short-Einstieg. Die untergeordnete prozentuale Renko-Bricksize wird durch den Wert der globalen Variablen Renkowerts (=Bricksize) und Reversals (=Reversal) fixiert.

 

 

 

 

Weder in der übergeordneten Renko-Trendrichtung noch in der untergeordneten Renko-Trendrichtung darf der erste Brick eines neuen Handelstages Basis für die Entries sein. Hintergrund ist, dass die Richtung des ersten Bricks eines Tages sich so lange noch ändern kann, bis der zweite Tagesbrick entsteht.

 

 

 

Ausstiege aus einer bestehenden Handelsposition erfolgen

 

 

Initial gehandelt werden immer 3 Kontrakte oder ein beliebiges Vielfaches von 3 Kontrakten.

Die initialen Kontrakte werden degressiv durch pyramidisierte Stops abgebaut, wenn sich der Kurs in die gewünschte Richtung bewegt.

 

Mit jedem Positionsabbau wird außerdem der initiale Verluststop des Handelssystems zum Zweck der Gewinnsicherung nachgezogen. Das Handelssystem enthält ausserdem spezielle Renko-Trailingstops (Renko_ITL und Renko_ITS). Diese Stops werden auf Basis der Werte des letzten Spaltentiefs (Long) bzw. Spaltenhochs (Short) der untergeordneten Renko_Komprimierung berechnet und ebenfalls zum Zweck der Gewinnsicherung nachgezogen.

 

Die initialen Stoplevel, die Zeitpunkte des degressiven Positionsabbaus über die Pyramidisierung und die Werte der neuen nachgezogenen Stoplevel sind über Optimierungsvariablen an das persönliche Risikoprofil anpassbar.

 

Die maximal zulässige Anzahl Verlusttrades pro Handelstag ist begrenzt. Diese Begrenzung kann in den Handelssystem-Einstellungen, Registrierkarte "Intraday" variiert oder deaktiviert werden.

 

Die Programmierung des Stop-Konzeptes erfolgte ausschließlich mit Investox-Boardmitteln.

 

Auf den Einsatz von Anwenderstops wurde zugunsten einer größeren Geschwindigkeit des Handelssystems verzichtet.

 

 

 

Im Handelssystem sind per Auslieferung insgesamt 6 Optimierungsvariablen für die Anpassung der Renko-Komprimierung an Marktsituationen mit unterschiedlicher Volatilität und 14 Optimierungsvariablen für die Anpassung des Stop-Konzeptes an unterschiedliche Risikoprofile gesetzt. Davon gelten 3/7 Variablen ausschließlich für Long Trades und die restlichen 3/7 variablen ausschließlich für Short-Trades. Die asynchrone Einstellung von Bricksize, Reversal und Stoplevel für Long und Short Trades hat sich während der Backtests als sinnvoll erwiesen. Sie ist auf die unterschiedliche Dynamik von Uptrends und Downtrends zurückzuführen.

 

Für Long Trades optimieren die Variablen "Renkowertl" und "RW0" die prozentuale Bricksize der Renko-Charts, welche der Signalgebung des Handelssystems zugrunde liegen. Die Optimierungsvariable "Reversall" optimiert das Reversal des untergeordneten Renkocharts.

 

Für Short Trades optimieren die Variablen "Renkowerts" und "RW1" die prozentuale Bricksize der Renko-Charts, welche der Signalgebung des Handelssystems zugrunde liegen. Die Optimierungsvariable "Reversals" optimiert das Reversal des untergeordneten Renkocharts.

 

 

Je niedriger die Werte für Renkowert und Reversal gewählt werden, desto häufiger erfolgen Brickwechsel und desto öfter treten neue Einstiegssignale auf.

Das häufige Auftreten von neuen Einstiegssignalen kann in Lateralmärkten ohne ausgeprägte Trends kontraproduktiv sein und zum frühen Ausstoppen des Systems über die Verluststops führen. Die Variablenwerte für Renkowert und Reversal müssen deshalb immer in Abhängigkeit von der aktuellen Volatilität im Markt gewählt werden.

Das Trading des Handelssystems ist umso aussichtsreicher, je größer die Volatilität im Markt ist.

 

 

Für das Live-Trading wird eine Optimierung des Handelssystems an mindestens 4 Wochen Tickdaten-Historien (ca. 100.000 Perioden) empfohlen. Je länger die für die Neuoptimierung verwendeten Tickdaten sind und je mehr Trends unterschiedlicher Richtung und Ausprägung sie enthalten, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Handelssystem nach dem Ende des Optimierungszeitraumes genauso weiter läuft wie im Optimierungszeitraum und desto länger wird aller Vorraussicht nach die Out of Sample Weiterlaufzeit sein.

 

 

 

Das Handelssystem wurden für den Einsatz mit der Software Investox XL ab Version 5 inklusive Investox RTT, Analyse Plus und Order Plus

entwickelt und konzipiert.

 

Für das vollautomatischen Trading des Systems über Interactive Brokers/Lynx-Broker/Sino muss die Signalgebung an Realtime-Daten erfolgen. Weil die Signalgebung auf Basis von Renko-Charts erfolgt, reagiert das Handelssystem nicht sensibel auf kleinere Zeitstempel-Abweichungen in den Kursdaten. Unproblematisch war in den Backtests und während des Live-Tradings auch, dass Interactive Brokers üblicherweise nur eine Teilmenge aller tatsächlich pro Handelstag gehandelten Ticks liefert, weil die Renko-Signalgebung ausschließlich auf Kursänderungen abstellt.

 

Für das Trading von 3 initialen Kontrakten im FESTX wird eine Account-Size von 15.000,-- EUR empfohlen, für 60.000 Kontrakte im EURUSD 5.000,-- EUR.

Die empfohlene Account-Size resultiert aus der dreifachen durchschnittlichen IB-Intraday-Margin im FESTX-Future im Kalenderjahr vor der Auslieferung des Handelssystems (i.e. ca.EUR 1.500,--pro Kontrakt im FESTX bzw. ca. EUR 700,--pro Kontrakt im EURUSD) zuzüglich des doppelten maximalen historischen Drawdowns während des gesamten Backtesting-Zeitraumes von 2002-2008(FESTX) bzw. der auf EUR 1.000 aufgrerundeten doppelten Gesamtmargin (EURUSD).

 

 

Als rein trendfolgendes System eignet sich das Renko-Handelssystem besonders als sinnvolle Ergänzung für Trader antizyklischer Handelsysteme (z.B. Candlestick-Systeme) oder für Trader von Breakout-Strategien.

 

Für das Trading wenig volatiler Märkte ist das Renko-Handelssystem -wie alle trendfolgenden Trading-Ansätze- nicht so gut geeignet, wie es andere Handelsansätze sind.

Will man dennoch ausschließlich das Renko-System traden, ist es eine Möglichkeit, das System auf andere Märkte anzupassen (z.B. Forex, andere Futures) um trendlose Phasen im FESTX mit Trendphasen in anderen Märkten zu substituieren.

Da die Entries und Systemstops auf prozentualer Basis berechnet werden, muss für eine Anpassung auf andere Underlyings zuerst der Titel im Projekt ausgetauscht werden. In den Handelssystem-Einstellungen sind danach in den Registrierkarten Berechnung, Kosten, Intraday und Management die für das neue Underlying passenden Einstellungen vorzunehmen. Die gewünschte Stückzahl ist direkt im Definitionsbereich des Handelssystems in den Variablen n8 (Mindeststückzahl) und x8 (Vielfaches der Mindeststückzahl) abzuändern, sofern eine Abänderung nötig ist.einzustellen.

 

Leistungsschemen und Zeiträume

 

Für das Realtrading des Handelssystems sollte in Investox XL unter:

 

Handelssystem ========>>>> Zeitraum auswählen die Option :

Signalzeitraum anzeigen

gewählt werden.

Im Investox-Menü "Einstellungen" ist unter dem Submenü: Leistungsschemen auszuwählen:Realtime, kurze Historien.

 

 

Wird so vorgegangen, sind keine Probleme in Bezug auf die Geschwindigkeit des Handelssystems im Live-Einsatz zu erwarten.

 

Für die wöchentlichen Systemanpassungen (Neuoptimierungen) des Handelssystems sollte in Investox XL unter:

 

Handelssystem ========>>>> Zeitraum auswählen die Option :

Optimierungszeitraum anzeigen

gewählt werden.

Im Investox-Menü "Einstellungen" ist unter dem Submenü: Leistungsschemen auszuwählen:Backtest, lange Historien.

 

 

 

 

Erläuterung der Funktion der im Handelssystem - Bereich Definitionen gesetzten Optimierungsvariablen:

 

1. Kontraktanzahl:

 

Formelteil:

global const n8: 3;//[n:15,3,20,3,20,1,1.5768,I];
global const x8:1;// [x:14,1,20,1,20,1,1.4027,I];
global const kontraktzahl: n*x;

Die Variable "n8" legt die Anzahl der initialen Kontrakte fest und solle 3 oder ein Vielfaches von 3 betragen.

Die Variable "x8" legt fest, um wie viele Kontrakte die initiale Anzahl der Kontrakte bei jedem degressiven Pyramidisierungsschritt abgebaut werden soll.

Per Auslieferung sind für die Konstanten "n" und "x" keine Optimierungsvariablen gesetzt. Für spätere Verifikationen der Kontraktzahlen durch den Trader wurden Optimierungsvariablen vordefiniert und auskommentiert.

 

2. RenkoWertl , Reversall, RW0 für die Handelsregeln der Longseite:

 

Formelteil:

// Longseite - Handelsregeln
global const RenkoWertL: [RenkoWertL:0.18,0.1,1,0.1,1,0.02,0.3553,];
global const ReversalL: [ReversalL:1,1,10,1,10,1,0.3880,I];
global const RW0: [RenkoWert0:0.12,0.1,1,0.1,1,0.02,0.6011,];

 

Die Variablen "RenkoWertl" , "Reversall" und " RW0" legen die Empfindlichkeit des Renko-Charts für Long-Signalefest. Je kleiner die Variablenwerte gewählt werden, desto sensibler reagiert das Handelssystem auf Kursänderungen und desto mehr Trades werden gemacht.

In sehr volatilen stark trendigen Märkten können deshalb RenkoWertl, RW0 und Reversall größer gewählt werden, als in Konsolidierungsphasen mit geringer Volatilität im Markt.

Extrem kleine Werte für Renkowertl,RW0 und Reversall sind allerdings ebenfalls kontraproduktiv, weil dann die Kursbewegungen zwischen den Brickwechseln möglicherweise nicht groß genug sind, um nach Abzug von Spesen und Slippage noch Gewinne zu erzielen.

Durch diese doppelte Komprimierungsabfrage in den Variablen Renkowertl und RW0 soll erreicht werden, dass das Handelssystem in wenig lukrativen Lateralphasen tendenziell eher aus dem Markt bleibt, weil die zweite Zeitebene das Handelssignal nicht bestätigt.
Bitte beachten Sie, dass die Einstellung der Variablen "Reversall" Einfluss darauf hat, welche der beiden Renko-Komprimierungen die höhere ist. Für die Komprimierung der Variablen RW0 gilt immer : Reversal gleich 1. Für die Komprimierung Renkowertl gilt bei in der Variablen ReversalL ebenfalls eingestellten ReversalL= 1 folgender Zusammenhang: Ist RenkowertL kleiner als RW0, dann ist RW0 die übergeordnete Renko-Zeitebene. Bei höherer Einstellung als "1" für die Variable ReversalL ist dieser Zusammenhang aber möglicherweise nicht mehr gegeben.

 

Das Konzept ist vergleichbar mit der Bestätigung eines Handelssignales im konventionellen Chart auf 2 Zeitebenen (z.B. Signal im 30-Minuten Chart wird von Signal im 60-Minuten Chart bestätigt).

Im Gegensatz zu den beiden Zeitebenen des konventionellen Charts werden im Renko-Handelssystem aber Kurslevel verglichen (z.B. anhaltender Uptrend im 0,5%x1 Renko-Chart und gleichzeitig neues Renko-Umkehrpattern (Long) im 0,1%+1 Renko-Chart).

 

 

3. RenkoWerts , Reversals, RW1 für die Handelsregeln der Shortseite:

//Shortseite-Handelsregeln
global const RenkoWertS:[RenkoWertS:0.22,0.1,1,0.1,1,0.02,0.7198,];
global const ReversalS:[ReversalS:1,1,10,1,10,1,0.3387,I];
global const RW1:[RenkoWert1:0.12,0.1,1,0.1,1,0.02,0.5587,];

 

Einstellung und Interpretation sind analog zu den unter Punkt 2 genannten Variablen der Longseite vorzunehmen.

 

 

3. Stop-Konzept:

 

Formelteil:


//Longseite-Stops

global const IVL: [IVL:0.55,0.05,1.5,0.05,1.5,0.05,1.6956] ;

//Shortseite-Stops

global const IVS: [IVS:0.4,0.05,1.5,0.05,1.5,0.05,0.7284];

 

Die Variablen "IVL und IVS" fixieren den maximalen prozentualen Verlust des Trades für den Zeitpunkt unmittelbar nach Eröffnung bis zur ersten degressiven Pyramidisierung. Beträgt die aktuelle Wert dieser Variablen wie im Beispiel oben 0,55 % für Long-Trades dann werden für jeden initialen Kontrakt maximal 0,55 % Verlust ab Einstiegskurs akzeptiert.

 

Formelteil:

//Longseite-Stops
global const GL_erste_ntel: [GL_erste_ntel:0.35,0.05,1,0.05,1,0.05,0.3928];

/Shortseite-Stops
global const GS_erste_ntel: [GS_erste_ntel:0.35,0.05,1,0.05,1,0.05,0.3928];

Die Variablen "GL_erste_ntel und GS_erste_ntel " legen fest, ab wieviel Prozent Kursgewinn die erste Teiltranche der Gesamtposition degressiv abgebaut werden soll. Bei einem aktuellen Wert von 0,35 % wird bei einem Kursgewinn von 0,35% ab Einstiegskurs die erste Teiltranche glattgestellt, um den Teilgewinn zu realisieren. Der Trade läuft mit den restlichen Kontrakten weiter.

 

Formelteil:

//Longseite-Stops
global const GL_zweite_ntel: [GL_zweite_ntel:0.9,0.5,1.5,0.5,1.5,0.05,0.5454];

/Shortseite-Stops
global const GL_zweite_ntel: [GL_zweite_ntel:0.9,0.5,1.5,0.5,1.5,0.05,0.5454];


Die Variablen "GL_zweite_ntel und GS_zweite_ntel " legen fest, ab wieviel Prozent Kursgewinn die zweite Teiltranche der Gesamtposition degressiv abgebaut werden soll. Bei einem aktuellen Wert von 0,9 % wird bei einem Kursgewinn von 0,9% ab Einstiegskurs die zweite Teiltranche glattgestellt, um den zweitenTeilgewinn zu realisieren. Der Trade läuft mit der letzten Teiltranche weiter. Für ein stimmiges Stop-Konzept sollte folgendes eingestellt sein:

 

GL_zweite_ntel > GL_erste_ntel und

GS_zweite_ntel > GS_erste_ntel

 

//Longseite-Stops
global const IGL:[IGL:1.0,0.75,2,0.75,2,0.05,0.8970];

/Shortseite-Stops
global const IGS:[IGS:1.0,0.75,2,0.75,2,0.05,0.8970];

 

Die Variablen "IGL und IGS " fixieren den prozentualen Kursgewinn für die letzte Teiltranche der Gesamtposition. Bei einem aktuellen Wert von 1 % wird bei einem Kursgewinn von 1% ab Einstiegskurs die letzte Teiltranche glattgestellt und der Trade ist geschlossen. Für ein stimmiges Stop-Konzept sollte folgendes eingestellt sein:

 

IGL> GL_zweite_ntel > GL_erste_ntel und

IGS> GS_zweite_ntel > GS_erste_ntel

 

 

//Longseite-Stops
global const stoploss_new_1l:[stoploss_new_1l:-0.2,-0.5,0.3,-0.5,0.3,0.05,1.0881];

//Shortseite-Stops
global const stoploss_new_1s:[stoploss_new_1s:-0.2,-0.5,0.3,-0.5,0.3,0.05,1.0881];

 

 

Die Variablen "stoploss_new_1l und stoploss_new_1s" fixieren den Prozentsatz, um den der initiale Stoploss nach erstem degressiven Positionsabbau nachgezogen wird. Ausgangsbasis für die Berechnung ist der Einstiegspreis des Trades.

Für ein stimmiges Stop-Konzept sollte gelten:

 

 

stoploss_new_1l < IVL und

stoploss_new_1s < IVS und

 

//Longseite-Stops
global const stoploss_new_2l:[stoploss_new_2l:-0.95,-1,0,-1,0,0.05,0.9404];
/Shortseite-Stops
global const stoploss_new_2s:[stoploss_new_2s:-0.95,-1,0,-1,0,0.05,0.9404];

 

 

Die Variablen "stoploss_new_2l und stoploss_new_2s" fixieren den Prozentsatz, um den der initiale Stoploss nach zweiten degressiven Positionsabbau nachgezogen wird. Ausgangsbasis für die Berechnung ist der Einstiegspreis des Trades.

Für ein stimmiges Stop-Konzept sollte gelten:

 

 

stoploss_new_2l < stoploss_new_1l < IVL und

stoploss_new_2s < stoploss_new_1s < IVS und

//Renko-Trailingstops
global calc ITL: Renko_ITL([Puffertief1:0.35,0,1,0,1,0.05,0.2684,],RenkoWertl,Reversall);
global calc ITS: Renko_ITS([Pufferhoch1:-0.45,-1,0,-1,0,0.05,0.3178,],RenkoWerts,Reversals);

 

Die Variablen "Puffertief und Pufferhoch" in den Renko-Trailingstops legen fest, ob vom Tief des letzten Renko-Bricks für die Berechnung des Stops noch ein Toleranzprozentsatz abgezogen werden soll (ITL) bzw. ob zum Hoch des letzten Renko-Bricks noch ein Toleranzprozentsatz addiert werden soll (ITS). Sind beide Werte auf Null eingestellt, sitze der Trailingstop auf dem Tief des letzten Renkobricks (für Long Trades) bzw. auf dem Hoch des letzten Bricks (Short Trades)

 

Vorgehensweise bei der Optimierung des Handelssystems

 

Folgende Vorgehensweise hat sich bisher bei den Neuoptimierungen des Handelssystems bewährt:

 

a) 1. Optimierung mit GA (Handelssystem ---> Optimierung starten) über einen Optimierungszeitraum mindestens 4 Kalenderwochen, Ende des Optimierungszeitraumes = letzter zur Verfügung stehender Handeltag -der Kontrollzeitraum ist mindestens 2 Wochen lang und liegt zeitlich vor dem Optimierungszeitraum, geeignete Fitnesskriterien für die Optimierung des Renko-Systems sind:

 

 

 

 

 

1. Optimierung = GA-Optimierung des Handelssystems Nach Ende der GA-Optimierung wird die beste Generation ausgewählt

2. Optimierung = Robustheitstest des Handelssystems Renko.

 

Die Ergebnisse der Optimierungen müssen insbesondere in Bezug darauf geprüft werden, ob

 

a) - eine ausreichende Anzahl Trades im Optimierungszeitraum den Ergebnissen zugrunde liegt

b) - ob das Verhältnis von Profit und maximal realisiertem Kapitalrisiko akzeptabel ist

 

 

 

Nach der GA-Optimierung werden Robustheitstests durchgeführt, um die Stabilität der ausgewählten Optimierungsergebnisse gegenzuprüfen bzw. um ggf. die von den GA ausgewählten Einstellungen zu korrigieren. Da die GA-Optimierung nicht alle möglichen Einstellungen prüft, führen die Robustheitstests nach der GA-Optimierung oft zu einer deutlichen Verbesserung der Optimierungsergebnisse (mehr Trades, Auswahl stabilerer Werte).

Die Systemvariablen können einzeln oder in Paaren robustet werden- bewährt hat es sich, mit RenkowertL, ReversalL, RW0 zu starten und danach die Long-Stops zu robusten, dann die Variablen RenkowertS, ReversalS, RW1 und zum Schluss die Short-Stops.

Werden während der Robustheitstests Variablenwerte verändert, wird ein weiterer Robustheitstests über alle Variablen durchgeführt.

 

Die Ergebnisse der GA-Optimierung sollten speziell auch dahingehend überprüft und korrigiert werden, ob sie zu einem stimmigen Stop-Konzept (siehe oben) führen. Schon aus diesem Grund kann auf einen Robustheitstest nach der GA-Optimierung nicht verzichtet werden. In starken Uptrends oder Downtrends während des Optimierungszeitraumes kann es vorkommen, dass das beste Ergebnis fast ausschließlich durch Trades in eine Richtung erzielt wird. Speziell bei solchen Konstellationen können die GA von sich aus kein stimmiges Stop-Konzept für die nicht oder kaum getradete Traderichtung setzen. Das Stopkonzept muss dann manuell vom Trader auf Stimmigkeit korrigiert werden, wenn das System bei Änderung der Trendrichtung nicht unkalkulierbar hohe Verluste erwirtschaften soll.

 

 

Einstellungen in Investox Order-Plus für das Live-Trading (links FESTX, rechts EURUSD)

 

 













 

Zusätzliche Vorgehensweisen zur Risikobegrenzung beim Live-Trading

 

Es hat sich bewährt, während des Livetradings das insgesamt maximal akzeptierte Risiko über mehrere Handelstage zu limitieren, indem mit Hilfe der Investox-Zeichenwerkzeuge ein Projektionstrendkanal , ein Standardabweichungstrendkanal oder eine Trendlinie auf die Kapitalkurve gezeichnet wird.

Das System wird dann nur so lange live getradet, wie sich die Kapitalkurve innerhalb des Projektionstrendkanals bzw. Standarabweichungstrendkanals bzw. über der Trendlinie befindet.

Verlässt die Kapitalkurve den Projektionstrendkanal nach unten oder markiert alternativ der Underwater-Indikator (Download-Bereich auf der Ascunia-Webseite) ein neues Allzeit-Tief, wird das Live-Systemtrading sofort ausgesetzt. Das Systemtrading wird ohne Neuoptimierung wieder aufgenommen wenn:

 

- die Kapitalkurve nach dem Verlassen des Projektionstrendkanals von selbst wieder in den PTK zurück steigt oder wenn

- die Kapitalkurve ein neues Allzeit-Hoch markiert (auch außerhalb des PTK)

 

Eine Neuoptimierung ist hingegen erforderlich wenn

 

- der Underwater-Indikator nach dem Verlassen des PTK nach unten ein neues Allzeit-Tief markiert bzw. das Aussetzen des Handelssystems schon aufgrund eines neuen Allzeit-Tief im Underwater-Indikator erfolgte

 

Aufgrund der kurzen regulären Optimierungsintervalle von 1 Woche für das System wird angeraten, im Falle einer Indikation zur Neuoptimierung durch den Underwater-Indikator den nächsten regulären Optimierungstermin abzuwarten.