Gute Handelssysteme werden verkauft, weil es einen Markt dafür gibt und weil der Trader über ein kalkulierbares Einkommen verfügen möchte.
Obwohl der Zeitpunkt des Auftretens von Profiten und Drawdowns beim Trading nicht sicher prognostizierbar ist, muss jeder Trader seine monatlichen Fixkosten begleichen. Der Systemverkauf ist eine willkommene Option zur Erzielung von unabhängig vom Marktverhalten planbarem Einkommen.
Handelssysteme müssen in regelmäßigen Abständen an sich verändernde Marktbedingungen angepasst werden. Die Anpassung erfolgt entweder durch eine Neuoptimierung des Systems oder durch Änderung der Handelsregeln bzw. Anpassung der Risikoparameter.
Den Arbeitsaufwand für die Optimierungen und Modifikationen seiner aktiven Systeme muss jeder Trader zwar auch für das eigene Trading leisten. Üblicherweise wird dieser Arbeitsaufwand aber erst später durch die Trading-Gewinne honoriert. Durch den Systemverkauf erfolgt eine für Trader wünschenswerte sofortige Vergütung des Aufwandes für Systemmodifikationen.
Allein die Tatsache ob ein Handelssystem verkauft wird oder nicht, lässt noch keinen Rückschluss auf die Qualität des Systems zu. Eine seriöse Systembewertung kann nur auf Basis der Systemkennzahlen und des Systemverhaltens in der Praxis erfolgen.
Zuletzt aktualisiert am 01.06.2011 von Anke Sacharow.