Der Trading-Stil eines Traders wird als diskretionär bezeichnet,
wenn Enter-Signale , Exit-Signale, Money- und Risikomanagement und
Orderaufgabe manuell erfolgen. Diskretionäre Trader verfügen über
Handelssysteme oder Handelsstrategien, die aber nicht in Software
programmiert sind und deshalb nicht gebacktestet wurden. Eine
Systembewerttung diskretionärer Handelsansätze kann ausschließlich auf
Basis einer ausreichenden Anzahl historischer Live-Trades erfolgen.
Beim halbautomatischen Trading werden Teilkomponenten des Tradings vom Trader manuell umgesetzt (z.B. Enter-Signale) und andere Teilkomponenten sind als Code in entsprechender Software hinterlegt (z.B. Exit-Signale, Money- und Risikomanagement). In Investox XL ist es z.B. möglich, einen Trade manuell zu eröffnen und ihn dann vom Ordermodul beim Erreichen bestimmter Gewinnziele oder Verlustlevel automatisch schließen zu lassen. Auch halbautomatische Tradingansätze sind nicht gebacktestet. Wie bei den diskretionären Trades kann eine Systembewertung ausschließlich auf Basis einer ausreichenden Anzahl historischer Live-Trades erfolgen.
Bei vollautomatischen Handelsstrategien sind alle Systemkomponenten in der Handelssoftware programmiert. Die Orderabwicklung erfolgt vollautomatisch, sobald das aktive Handelssystem ein Handelssignal generiert. Vollautomatische Handelssysteme können an historischen Kursdaten über viele Jahre auf ihre Performance in der Vergangenheit untersucht werden. Im Rahmen erweiterter Backtests werden Stresstests an verrauschten oder modifizierten Kursen durchgeführt, um die Robustheit der Systeme bei veränderten Marktbedingungen zu testen. Zusätzlich zu den Backtests kann natürlich auch für vollautomatische Systeme eine Systembewertung auf Basis von Live-Trades erfolgen. Die Kombination aus sorgfältig durchgeführten und dokumentierten Backtests und Live-Trading bei vollautomatischen Handelssystemen hat für den Trader den höchsten Informationsgehalt.
Zuletzt aktualisiert am 01.06.2011 von Anke Sacharow.