Durch statistische
Analysen der Systemergebnisse wird festgestellt, ob der
Markt sich seit den Tests gravierend verändert hat.
Das Risiko des Curve Fittings wird bei Systemen mit optimierten
Parametern minimiert.
Bei sorgfältig analysierten Systemen ist es wahrscheinlicher,
dass sie in der Praxis funktionieren.
Auswertungen der Systemstatistik müssen auch noch vorgenommen
werden, wenn Systeme gehandelt werden.
Marktveränderungen lassen sich durch zeitnahe Auswertungen
rechtzeitig erkennen und das System kann angepasst werden.
Ein Beispiel für fortlaufende Auswertungen sind Walk-Forward-Statistiken.
Die Systeme werden entwickelt, getestet, optimiert und dann
einen bestimmten Zeitraum (z.B. 1 Jahr bei EOD-Systemen)
praktisch gehandelt. Nach Ablauf des Handelszeitraumes wird
dieser in den Optimierungszeitraum integriert. Das System
wird erneut getestet, optimiert und danach für einen
weiteren Zeitraum gehandelt usw.
Für statistische
Auswertungen gilt allgemein:
Handelssysteme mit einer größeren Anzahl von
Trades sind statistisch relevanter, als Systeme mit wenigen
Trades.
Je größer der Anteil des Curve-Fittings, desto
schwieriger ist es, statistische Relevanz zu erhalten.
Der Netto-Profit
allein ist zur Bewertung eines Handelssystems nicht geeignet.
Er gibt keinen Aufschluss darüber welcher Prozentsatz
aller Trades profitabel war, wie groß zwischenzeitlich
anfallenden Verluste gewesen sind oder wie lange das System
im Markt investiert war.
Die Kenntnis möglichst
vieler Systemcharakteristika ist für Trader bedeutsam,
um schon vor dem praktischen Einsatz eines Handelssystems
festzustellen, ob sie mit allen Eigenschaften des Systems
zurecht kommen.
Zuletzt aktualisiert am 30.05.2011 von Anke Sacharow.