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Nilsson Money Management-Matrix

von Anke Sacharow

Der schwedische Trader Peter Nilsson entwickelte im Jahr 2006 eine Money-Management Matrix, um diskretionären Tradern die Systematisierung von Trades zu erleichtern.

Seine Matrix ist mit jeder beliebigen Entry-Strategie kombinierbar.
Sie soll ein Gegengewicht dazu schaffen, dass Trader häufig primär auf die Einstiege in Trades fokussieren und dabei wichtige Grundsätze des Money Managements, der Positionsgrößenbestimmung und der Exits vernachlässigen.

Nach Überzeugung von Nilsson, ist es nicht richtig, Profite immer laufen zu lassen.
Ebenfalls nicht zielführend ist, aufgelaufene Gewinne grundsätzlich früh zu realisieren.
Es ist in Abhängigkeit von den aktuellen Marktbedingungen zu entscheiden, welche Exit-Strategie  besonders aussichtsreich ist. 

In trendlosen Marktphasen muss man sich mit restriktiver Verlust- und Positionsgrößenbegrenzung gegen Positionierungen in die falsche Richtung absichern.

Antizyklische Investments bieten große Chancen. Aufgelaufene Gewinne sollten aber mit Hilfe von Profit-Targets abgesichert werden.

Bei Trades in Trendrichtung ist das Risiko der falschen Positionierung vergleichsweise gering. Deshalb kann die Positionsgröße im Gewinnfall erhöht werden. Außerdem lässt man idealerweise die Positionen möglichst lange mit dem Markt laufen.

In Nilssons Money-Management Matrix wird das Kursverhalten eines Underlyings gemeinsam mit der Trendrichtung des übergeordneten Marktes betrachtet - d.h. eine Dax30-Aktie wäre gemeinsam mit dem Dax30 Index zu analysieren. Alternativ ist es aber auch möglich, beliebige positiv korrellierende Wertpapiere mit Hilfe der Matrix zu analysieren. Vergleichbar sind z.B. auch zwei Wertpapiere einer Branche oder auch Intermarkets mit üblicherweise gleichem Kursverhalten. 

Für jedes der in der Matrix enthaltenen Wertpapiere wird zuerst die Trendrichtung bestimmt. Nilsson schlägt für die Trendbestimmung den Einsatz Gleitender Durchschnitte vor. Es gibt zeitgemäßere Alternativen- z.B. können Anwender von Investox V6 die Trendrichtung mit der DTW-Kursmusteranalyse effizient abfragen. Grundsätzlich ist jede beliebige Art der Trendbestimmung möglich.

Im Ergebnis der Trendbestimmung beider Wertpapiere ergeben sich genau neun verschiedene Kombinationsmöglichkeiten der Trendrichtungen mit den folgenden Empfehlungen für das Handling bestehender Handelsposition:

a) Long-Trades

Nilsson Money Management Matrix

b) Short Trades

Nilsson Money Management Matrix

In Handelssystem-Stops lassen sich die Vorgaben der Matrix wie folgt realisieren:

a) Long Trades

Nilsson Money Management Matrix

b) Short Trades

Nilsson Money Management Matrix

 

Die Nilsson Matrix kann auch zur Bestimmung passender Positionsgrößen verwendet werden. Hierzu schlägt Peter Nilsson folgende prozentuale Positionsgrößen vom Gesamtkapital vor:

a) Long Trades

Nilsson Money Management Matrix

b) Short Trades

Nilsson Money Management Matrix

 

Money-Management und Positionsgrößenmanagement nach Peter Nilsson lassen sich mit Hilfe von Investox V6 in automatische Handelssysteme implementieren und backtesten.

Die hier Download bereit stehende Projektdatei enthält noch nicht das komplette Money-Managment nach Nilsson. Sie zeigt vielmehr beispielhaft einen möglichen Weg der Umsetzung auf (EOD-System auf Lufthansa AG, Vergleichsindex = Dax-Index).

Download gegen Mailadresse

Projektdatei zur Nilsson Money Management Matrix

abstand

Nilsson_MM.Inv (39 KB)

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