FAQ

Werden die Sollzinsen in Ihren Handelssystemen berücksichtigt?

Zinsen werden in Ascunia-Handelssystemen nicht berücksichtigt, weil sie nicht seriös einzelnen Trades oder Währungen zugeordnet werden können.

Schon IB/Lynx ordnen die Zinsen den Trades nicht zu.

Die Zinsbelastung oder Zinsgutschrift auf den Handelskonten ihrer Kunden nehmen beide Broker zeitlich unabhängig von der Trade-Ausführung nur einmal monatlich vor - jeweils am 3. Geschäftstag des Folgemonats (https://www.interactivebrokers.com/de/index.php?f=6370 ).

Deshalb kann auch keine Zuordnung von Zinsbeträgen zu ganz bestimmten Trades durch das Investox-Ordermodul und das Handelssystem erfolgen.

Die Ergebnisse aller Trades meiner Handelssysteme errechnen sich immer aus dem Abstand von Kauf- und Verkaufskurs zueinander - abzüglich der Transaktionskosten, die dem jeweiligen Trade direkt zugeordnet werden (Spesen und Slippage)


IB/Lynx-Zinsen werden u.a. aus den folgenden Gründen nicht einzelnen Trades direkt zugeordnet:

  • auf einem Handelskonto können gleichzeitig Positionen offen sein, die den Saldo einer Fremdwährung sowohl auf der Sollseite als auch auf der Habenseite beeinflussen
  • die Höhe der Kosten kann sich in Abhängigkeit vom gewählten Kostenmodell, der Kontogröße und der Währung zwischen verschiedenen Trader stark unterscheiden
  • vom Trader kann Guthaben in Währung aufgebaut werden, durch das Sollzinsen gar nicht oder nur in verminderter Höhe anfallen

 

Es liegt deshalb im Ermessen eines jeden Traders sein Konto in Bezug darauf zu monitoren, ob und in welcher Höhe darauf negative Fremdwährungssalden entstehen dürfen.
Werden negative Salden erlaubt, wird dem Trader ein Wertpapierkredit in der Fremdwährung eingeräumt für den er mit den Sollzinsen bezahlen muss.

Möchte der Trader keinen Wertpapierkredit in Anspruch nehmen oder benötigt er den Kredit nur in geringerer Höhe, muss er die negativen Salden auf seinem Konto ganz oder teilweise ausgleichen, um keine Sollzinsen bzw. Sollzinsen in verminderter Höhe zahlen zu müssen.

 

Kein Handelsmodell kann alle Markteinflüsse vollumfänglich berücksichtigen. Alle Handelsmodelle sind grundsätzlich immer unvollständig.
Man berücksichtigt und codet während der Systementwicklung, was technisch möglich ist und was bei vernünftiger Abwägung von Kosten, Nutzen und Ertrag machbar ist.

Technisch möglich sind Systemtests unter Einbeziehung von Sollzinsen auf Wertpapierkredite einerseits aufgrund der fehlenden Zuordnungen zu Trades durch die Broker nicht - andererseits fehlen aber auch die Historien für die IB-Zinsentwicklung und die Höhe der anfallenden Zinsen kann vom Trader unabhängig vom Trade gesteuert werden.

Der Komponente der Unvollständigkeit aller Handelsmodelle begegne ich in meinen Handelssystemen durch zusätzliche Sicherheits-Kriterien und durch erweiterte Stress- und Robustheitstests. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit dafür erhöht, dass die Systeme auch bei Änderung des Marktverhaltens oder bei erhöhter Kostenstruktur profitabel bleiben.


Im Falle meiner Forex-Handelsstrategie ist es z.B. ein zusätzliches Sicherheits-Kriterium, dass der Investitionsgrad aller möglichen zeitgleich gehaltenen Positionen über alle Systemtests nicht mehr als 20 % des Gesamtkapitals beträgt. Dadurch steht auch immer freies Kapital für den Aufbau von Guthaben in Fremdwährungen zur Verfügung, ohne dass dafür das Portfolio-Gesamtkapital erhöht werden muss.

Meine Handelssysteme sind außerdem so entwickelt, dass sie auch bei deutlicher Erhöhung von Spesen und Slippage  profitabel bleiben. Alle Systeme sind mindestens auf 5-fache höhere Transaktionskosten getestet.

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