Der Binding Steuerirrsinn-Indikator

Der Binding-Steuerirrsinn-Indikator musste entwickelt werden, nachdem auf Initiative des SPD-Politikers Lothar Binding das Einkommensteuergesetz für Privatanleger am Terminmarkt geändert wurde.
Gewinne aus Termingeschäfte werden seit 01.01.2021 voll besteuert, während Verluste nur noch bis 20.000,- EUR vom Fiskus akzeptiert werden.
Daraus ergibt sich für jeden in Deutschland steuerpflichtigen Privatanleger am Terminmarkt die Notwendigkeit, die Höhe seiner bisher im aktuellen Handelsjahr realisierten Verluste aus Termingeschäften laufend zu überwachen.
Der Binding-Steuerirrsinn-Indikator hilft systematischen Anlegern dabei, hohe Steuernachforderungen zu vermeiden.

 Umfassende Informationen zur aktuellen Gesetzeslage, zur Chronologie der Ereignisse und zu den bisher erfolglosen Aktivitäten von Bürgern, Verbänden und der FDP gegen den Irrsinn der "Bindingsteuer" finden Sie unter folgendem Links:

Steuerirrsinn :: Anti-Anleger-Gesetz besteuert Verluste

Neue Verlustverrechnung für Termingeschäfte - Das sind die Auswirkungen


Wer kann den Binding-Steuerirrsinn-Indikator nutzen?

Der Binding-Steuerirrsinn-Indikator wurde für die Anwender der Backtest- und Ordersoftware "Investox" entwickelt.

Allen Ascunia-Kunden stelle ich den Indikator auf Anfrage kostenlos zur Verfügung.

Um mit dem Indikator arbeiten zu können, wird das Investox-Zusatztool "Order Plus" benötigt, mit dem Signale von Handelssystemen an reale oder virtuelle Broker weitergeleitet werden können.

Auch manuelle Trades oder die Trades teilautomatischer Handelssysteme können mit dem Binding-Steuerirrsinn-Indikator ausgewertet werden, sobald sie Bestandteil des Investox-Depots sind.

Investox-Depot mit Buttons für manuelles Trading

Der Binding-Steuerirrsinn-Indikator ist auch für die Entwicklung neuer Handelsstrategien wertvoll.
Durch die nachträgliche Einbuchung historischer Trades aus dem Backtest in das Investox-Depot lässt sich analysieren, wie lange die 20.000,-- EUR "Verlustfreibetrag" in der Vergangenheit jeweils ausgereicht hätten.
Dadurch werden die Auswirkungen von Systemänderungen auf die Besteuerung für den Entwickler prüfbar.

Binding Steuerirrsinn Indikator für historische Trades

Die Abbildung zeigt den Binding-Steuerirrsinn-Indikator für historische Trades im Dax-Future. Das kleine grüne Dreieck im negativen Bereich zeigt die 20.000,-- EUR Verlustfreibetrag pro Kalenderjahr an. Man sieht hier schon gut, wie verschwindend gering dieser Betrag im Vergleich zu den unterjährig üblicherweise realisierten Gewinnen und Verlusten ist. Wir sind mit maximal 2 gehandelten Futures-Kontrakten bei diesem FDAX-Handelssystem weit entfernt von den Stückzahlen institutioneller Trader.

Was genau macht der Binding-Steuerirrsinn-Indikator?

Der Binding-Steuerirrsinn-Indikaor greift auf die Profit/Loss-Einträge des Investox-Depots zu und addiert diese Einträge pro Kalenderjahr auf.
Die Ergebnisse gibt er dann getrennt nach Gewinnen und Verlusten aus.

Profti/Loss im Investox-Depot

 

Die folgende Grafik zeigt ein Dax-Future-Handelssystem mit Binding-Steuerirrsinn-Indikatoren im dritten Teilchart von oben.

Dieses Handelssystem kann von privaten Tradern mit Einkommensteurpflicht in Deutschland immer genau so lange ohne das Risiko überhöhter Steuerforderungen getradet werden, wie der Binding-Steuerirrsinn-Indikator für Verluste grün bleibt. In der folgenden Grafik ist dieser Zeitpunkt für jedes Handelsjahr zusätzlich durch eine senkrechte rote Linie markiert.

Der Binding-Steuerissinn-Indikator zeigt die aussummierten Verluste durch Werte im negativen Indikatorbereich an.

Die aufsummierten Gewinne werden durch positive Indikatorwerte angezeigt.

Dadurch kann der Trader jederzeit darüber Auskunft geben, welcher Gewinn aktuell welchem Verlust gegenübersteht und sein weiteres Handeln danach ausrichten.

 

Der Vergleich der Binding-Steuerirrsinns-Indikatoren in den Charts  von FDAX und Mini-FDAX-Future zeigt, dass man als Trader eines einzigen Kontrakts im Mini-FDAX deutlich länger mit den 20.000,-- EUR Binding-Freibetrag auskommt.
Hier muss man voraussichtlich erst im Juli oder August das Trading einstellen.
Einen Ausweg zur Aufstockung könnte ein Gemeinschaftskonto mit dem Ehepartner sein.
Dann gibt es "großzügige" 40.000,-- EUR Freibetrag anstelle von 20.000,-- EUR und man kann sein Mini-Handelssystem mit dem  einen kleinen Kontrakt voraussichtlich sogar bis zum Jahresende durchtraden.

Ironie on: Der findige Trader ohne Ehepartner kann aus dem Familien- und Freundeskreis sicherlich auch die eine oder andere vertrauensvolle Person rekrutieren, die bisher nicht selbst am Terminmarkt aktiv ist und dem Trader ihren Binding-Freibetrag für die zweite Jahreshälfte gern zur Verfügung stellt.
In Großfamilien lassen sich so auch für private Termintrader weiter komplexe Money- und Risikomanagement-Strategien problemlos umsetzen. Ironie off

Bitte besprechen Sie aber immer alle ihre kreativen Ideen zur Steueroptimierung zuerst mit Ihrem Steuerberater, bevor Sie sich an die Umsetzung machen.

Binding Steuerirrsinn-Mini-FDAX

 

Was ist, wenn ich erst im Laufe des Jahres mit dem Trading starte?

Im Binding-Steuerirrsinn-Indikator können Sie exakt einstellen, ab wann Sie mit dem Live-Trading beginnen.
Erst ab diesem Zeitpunkt werden die Verluste bis zum Jahresende aufaddiert.

Der folgende Chart zeigt den Binding-Steuerirrsinn-Indikator mit Start zum 15.06. des Kalenderjahres.

Interessant ist auch der Vergleich von Binding-Steuerindikator und Systemrisiko.

Das Systemrisiko (maximaler Drawdown) wird für dieses Handelssystem im zweiten Teilchart von oben durch den Underwater-Equity-Indikator angezeigt.
Es beträgt für dieses Mini-FDAX-Handelssystem durchgängig nur wenig über 3.000,-- EUR.

Binding Steuerirrsinn Indikator - späterer Start

Unabhängig vom aktuellen Wert des Systemrisikos kummuliert die Bindingsteuer "wie auf Schienen" Verlust für Verlust weiter auf .... bis auch der letzte Cent der 20.000,-- EUR aufgebraucht ist.

Was genau muss ich im Binding-Steuerirrsinn-Indikator einstellen?

Im Binding-Steuerirrsinn-Indikator muss nur eingestellt werden, ob die aufaddierten Gewinntrades oder die aufaddierten Verlusttrades angezeigt werden sollen.

Für die Anzeige der Gewinntrades stellt man im Feld "Gewinner" einfach den Wert auf "1".

Für die Anzeige der Verlusttrades stellt man im Feld "Gewinner" einfach den Wert auf "0".

 

Einstellungen des Binding-Steuerirrsinn-Indikators

Außerdem stellt man in den Feldern für Tag, Monat, Jahr, Stunde, Minute und Sekunde noch ein, ab wann genau der Binding-Steuerirrsinn-Indikator anfangen soll, die Verluste pro Kalenderjahr aufzuaddieren.
Das ist das Datum, an dem man mit dem Trading beginnt.

Zu Beginn eines jeden neuen Kalenderjahres springt der Binding-Steuerirrsinn-Indikator wieder auf "0", weil die 20.000,-- EUR Freiverluste dem Trader erneut zur Verfügung stehen.

Wie muss der Binding-Steuerirrsinn-Indikator formatiert werden?

Binding Steuerirrsinn Indikator - Formatierung

Um ein Chartbild wie oben zu erhalten, bei dem der Binding-Steuerirrsinn-Indikator von "grün" auf "rot" wechselt, sobald die 20.000,-- EUR Verlust aufgebraucht sind, gehen Sie bitte so vor, wie es das folgende kleine Video zeigt:

Wenn Sie in den Formatierungs- Einstellungen des Binding-Verlustinikators ( Einstellung im Feld Gewinner = 0) anstelle der markierten Einträge -20000 einen anderen Wert setzen (z.B. -40000 bei einem gemeinschaftlichen Tradingkonto mit dem Ehepartner) ...

 

Binding-Steuerirrsinn-Linien

... dann wechselt der Binding-Steuerirrsinn-Indikator erst bei Erreichen von -40.000,-- EUR Verlust von "grün" auf "rot".

In der folgenden Grafik kann man gut sehen, dass für das Trading eines einzelnen Dax-Mini-Futures ohne Positionen über Nacht die 40.000,-- EUR wahrscheinlich für ein Handelsjahr ausreichen werden.

Binding-Steuerirrsinn-Indikator für Ehepaare

Warum gibt es den Binding-Steuerirrsinn-Indikator?

Der Binding-Steuerirrsinn trifft schon sehr kleine Handelskonten hart.

Die aktuelle Margin (Mitte April 2021) für das Trading eines einzigen FDAX-Mini-Futures ohne Handelspositionen über Nacht beträgt knapp 5.200,-- EUR.
Rechnet man dazu den Betrag des durchschnittlichen Drawdowns und noch ein Sicherheits-Aufgeld kommt man auf eine erforderliche Handelskontogröße in Höhe von 10.000 bis 15.000 EUR (sehr komfortabel) für das Mini-FDAX-Trading.

 

IB Margin Futures-TradingTabelle: Aktuelle Margin-Anforderungen für den Mini-FDAX bei Interactive Brokers

 

Für kleinere Handelskonten ist das Trading innerhalb einer GmbH oder UG zur Umgehung des Steuerirrsinns aufgrund der vergleichsweise hohen Gründungs- und Buchführungskosten keine sinnvolle Lösung.
Auch die höheren Kosten für Kursdatenabonnements beim Broker und bei Datenanbietern sind für sie problematisch. IB berechnet seinen Privatkunden für die Eurex-Kurse derzeit pro Monat EUR 8,75. Firmenkunden zahlen bei IB für das gleiche Abo fast 60,-- EUR pro Monat.
Einige Arbeitgeber verbieten ihren Angestellten nebenberufliche Tätigkeiten innerhalb einer GmbH.

Gerade für Privatanleger mit begrenztem Handelskapital hat die EUREX im November 2015 den Mini-FDAX eingeführt.
An den internationalen Märkten ging die CME im vergangenen Jahr mit der Einführung ihrer Micro-Futures für S&P500, Nasdaq100, Russel2000 und Dow Jones sogar noch weiter auf die Privatanleger zu.
Niedrige Ordergebühren, überschaubare Risiken und streng regulierte Märkte machen das Futures-Trading weltweit in allen demokratischen Ländern für informierte Anleger attraktiv.

Nur in Deutschland ist das derzeit anders- scheinbar aus rein ideologischen Gründen die wirklich NIEMAND versteht.

Weil ein Politiker, seinen Willen auf Biegen und Brechen durchsetzen musste und nicht zugeben will, dass die Sätze 5+6 von §20 des Einkommensteuergesetzes einfach nur stümperhaft gemacht sind.
Und weil es allen anderen Politikern irgendwann zu lästig wurde, sich mit diesem einen weiter auseinanderzusetzen.

Und weil es keinen GROKO-Politiker mehr zu interessieren scheint, ob er das Grundgesetz bricht, wenn er im Bundestag für Gesetze stimmt, die der Bundesrat, der wissenschaftliche Dienst des Bundestags und anerkannte Steuerprofessoren für verfassungswidrig halten.

Ausbaden müssen diesen fachlichen Murks die informierten deutschen Privatanleger am Terminmarkt und die seriösen deutschen Dienstleister.
Die Medien interessieren sich bisher nicht für den Skandal - lieber wird die zehntausendste Sendung zu Corona oder zu den Bundestagswahlen gemacht.

Das Bundesverfassungsgericht weist Klagen von betroffenen Dienstleistern einfach ohne Begründung ab.

Petitionen verpuffen wirkungslos.
Wenn sich betroffene Trader an ihre Bundestagsabgeordneten wenden, hat das NULL Effekt.

Die Interessensverbände versuchen mit verstärkter Lobbyarbeit Vorteile für ihre eigenen Produkte herauszuschlagen - zu Lasten der anderen privaten Termintrader, die keine Zertifikate und Optionsscheine handeln. Mit der Begründung, dass man denen ja "eh nicht mehr helfen kann", wo das Gesetz für deren gehandelte Produkte ja nun leider durch ist. Auch bevor das Gesetz in Kraft trat, war aber von den Verbänden nichts zu sehen. Da haben sie wohl die Füße still gehalten, gegen die Zusage, dass es Zertifikate und Optionsscheine nicht treffen wird.

Alle demokratischen Möglichkeiten scheinen für die vom Binding-Steuerirrsinn betroffenen Anleger und Dienstleister gerade ausgeschöpft zu sein.
Vorsätzlich, grob fahrlässig und sinnlos wird Privatanlegern mitten in der Pandemie die Möglichkeit verbaut, eigenverantwortlich und mit streng begrenztem Risiko an den Kapitalmärkten ein Zusatzeinkommen zu erzielen.

Als Traderin, Dienstleisterin und Steuerzahlerin stehe ich fassungslos und ohnmächtig vor dieser Entwicklung.

Die einzige Möglichkeit, die mir für meine privaten Kunden und mich bleibt, ist irgendwie um das Gesetz "herumzuentwickeln" und auf davon nicht betroffene Produkte auszuweichen.

Ein weiteres Resultat des "drum herum entwickelns" ist nun dieser Binding-Steuerirrsinn-Indikator, von dem ich mir gewünscht hätte, ich hätte ihn nie programmieren müssen.

Damit läuft dann aber wenigstens keiner meiner privaten Kunden ins offene (Steuer-) Messer, wenn er weiterhin Futures in überschaubarem Rahmen traden will.

Auch die Einarbeitung in das systematische Trading mit automatischer Orderaufgabe bleibt so über das private Handelskonto für alle Interessenten möglich. Nach erfolgreichem Abschluss der Paper-Trading-Phase können Neueinsteiger mit Überwachung durch den Binding-Steuerirrsinn-Indikator zunächst mal mit dem privaten Handelskonto live gehen und parallel dazu dann ggf. die Trading -GmbH gründen. Die höheren Kosten für das Trading innerhalb der GmbH fallen somit erst nach den ersten Erfolgen mit dem Handelssystem im Paper- und Live-Trading an. Zu diesem Zeitpunkt ist die Sicherheit dafür schon sehr hoch, das Handelssystem auch weiter erfolgreich einsetzen zu können.

Alle privaten Käufer meiner Futures-Handelssysteme mit Einkommensteuerpflicht in Deutschland erhalten den Binding-Steuerirrsinn-Indikatoir ab sofort und ohne zusätzliche Kosten mit ihrem Handelssystem. Bei der Installation des Handelssystems auf dem PC oder Server des Käufers über den Teamviewer wird selbstverständlich auch die Binding-Überwachung von mir gleich mit installiert.

Mein Angebot  aus dem vergangen Jahr bleibt für die privaten Käufer meiner Futures-Handelssysteme bestehen. Sie können unter voller Anrechnung des Kaufpreises für ihr Futures-Handelssystem auf ein vom Steuerirrsinn nicht betroffenes Aktien-Portfolio-Handelssystem wechseln.

Geänderte Steuern für Termingeschäfte ab 2021 - was ist Ihre Meinung?

Kommentar von MarkusB |

Vielen Dank für den Indikator, dieser ist leider ja absolut notwendig geworden. Eigentlich müsste man anhand dieser konkreten Beispiele Herrn Binding nochmal briefen. Leider wird das auch nichts bringen, da all die bisheringen Argumente auch mit fadenscheinigen Begründungen abgetan wurden. Dennoch zeigen die Charts mit dem perfekt bezeichneten Indikator genau und prägnant was es für die privaten Kleinanleger, die sich über den Tellerand der reinen Aktienanalage hinaus bewegen, bedeutet. Es kommt praktisch einem Verbot für Privatanleger gleich, sich mit Termingeschäften ein Einkommen zu schaffen. Hauptsache es trifft nicht die, die das große Rad mit Termingeschäften drehen, diese können natürlich unbehelligt weiter machen.
Armes Deutschland!

Antwort von Anke Sacharow

Stimmt genau. Die SPD trifft wieder mal die Leute besonders hart, von denen viele eigentlich mal zu ihrer Klientel gehört haben: Die ganz normalen Arbeiter, Angestellten, kleinen Selbständigen die sich Fachwissen angeeignet haben und damit am Terminmarkt etwas Vermögen aufbauen wollen bzw. die Vorsorge betreiben.

Alle anderen können leicht in die Trading-GmbH ausweichen und das Gesetz damit umgehen.

Was die Motivation von Herrn Binding dafür war, wüßte ich gern. Ich kann für niemanden Vorteile entdecken. Auch der Fiskus hat ja nur Mehrarbeit und zeitgleich Mindereinnahmen durch dieses defacto Handelsverbot für Privatanleger am Terminmarkt.

Dieses Gesetz ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Bürger von der Politik völlig grundlos gegängelt, bevormundet und in ihren Freiheiten eingeschränkt werden. Und es stammt aus Zeiten vor "Corona".